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IBAN für SEPA-Überweisungen berechnen

08.03.2012

Der einheitliche europäische Wirtschaftsraum ist bereits seit der Einführung des Euro Realität. Um Unternehmen und Privatpersonen innerhalb des Euroraumes eine einheitliche Zahlungsverkehrsabwicklung ermöglichen zu können, wurde die Single Euro Payments Area, kurz SEPA, ins Leben gerufen. Sie umfasst alle EU-Mitgliedsstaaten sowie die Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein. So ist es nun möglich, Überweisungen und Lastschriftaufträge grenzübergreifend durchzuführen und Zahlungen schnell und effizient abzuwickeln.

Kurzanleitung: IBAN für SEPA-Überweisungen berechnen

Ein deutsche IBAN hat 22 Stellen und ist wie folgt aufgebaut:

  1. Stellen 1-2: Die Länderkennung, z.B. DE
  2. Stellen 3-4: Eine Prüfziffer
  3. Stellen 5-12: Die bekannte BLZ
  4. Stellen 13-22: Die bekannte (zehnstellige) Kontonummer

Die SEPA Überweisung

Seit dem Jahr 2008 können Bankkunden im Euroraum die SEPA Überweisung, die auch als Euro-Überweisung bezeichnet wird, nutzen und so Zahlungen innerhalb der oben genannten Länder abwickeln. Überweisungen sind hier grundsätzlich nur in Euro möglich, die Überweisung von Fremdwährungen muss nach wie vor mit einer klassischen Auslandsüberweisung erfolgen. Die SEPA Überweisung ersetzte die bis dahin eingesetzte EU-Standardüberweisung, die ebenfalls Zahlungen innerhalb der Eurozone möglich machte. Was eine Sepa Überweisung ist und was sie besonders macht, ist jedoch die Tatsache, dass Zahlungen nicht nur ebenso günstig abgewickelt werden können wie Inlandsüberweisungen, sondern dass die Transferzeit mit ein bis zwei Tagen ebenso kurz ist. Damit ist es möglich, ein Ferienhaus in Italien oder einen Einkauf in Frankreich schnell und kostengünstig zu bezahlen, so dass die Grenzen in Europa immer weiter verschwinden. Formulare für die SEPA Überweisung erhalten Bankkunden bei ihrem Kreditinstitut, in vielen Fällen können SEPA Überweisungen sogar über das Onlinebanking abgewickelt werden.

IBAN und BIC-Code

Obwohl die SEPA Überweisung optisch einer Inlandsüberweisung gleicht, können aufgrund der Internationalisierung nicht die deutschen Kontonummern und Bankleitzahlen verwendet werden. Vielmehr wurde es nötig, innerhalb Europas einheitliche Kontonummer und Bankleitzahlen einzuführen, die dann genutzt werden können. Für die SEPA-Überweisungen benötigt man daher sowohl die IBAN-Nummer wie auch den BIC-Code des Zahlungsempfängers. Diese werden von Firmen, Hotels und Unternehmen in der Regel direkt auf der Rechnung angegeben. Bei Überweisungen an Privatpersonen ist es mitunter nötig, speziell nach diesen Daten zu fragen, um die Überweisungen ausführen zu können.

IBAN

Die IBAN-Nummer ist die europäische Kontonummer, die vom European Committee for Banking Standards eingeführt wurde. Sie ermittelt sich aus einer zweistelligen Prüfziffer, der Bankleitzahl des Instituts sowie der Kontonummer. Deutsche Bankkunden erhalten diese Kontonummer von ihrem Kreditinstitut. In den meisten Fällen wird die IBAN-Nummer heute direkt auf dem Kontoauszug aufgedruckt.

BIC

Das Logo der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (kurz SWIFT)
Das Logo der Swift

Zusätzlich zur IBAN-Nummer wird auch der BIC-Code, die internationale Bankleitzahl, benötigt. Er wird von der Swift (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) festgelegt und ist daher vielfach auch unter dem Namen Swift-Code zu finden. Der zum eigenen Kreditinstitut gehörende BIC-Code kann problemlos im Internet abgerufen werden, Informationen hierzu finden Bankkunden aber auch bei ihren Beratern vor Ort.

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