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Das perfekte Homeoffice für Daytrader

21.03.2012

Wie es das englische Wort "home office" ausdrückt, handelt es sich dabei um ein Büro zu Hause, zumindest um ein häusliches Arbeitszimmer. In beiden Fällen werden in den eigenen vier Wänden Bürotätigkeiten erledigt, und das kann auch etwas ganz anderes als Daytrading sein. In den vergangenen Jahren haben die Gelegenheiten und Angebote dazu stark zugenommen. Während Freiberufler oder Selbständige schon immer von zuhause aus gearbeitet haben und insofern ihr Homeoffice hatten, ist die Zahl der Homeoffices durch innerbetriebliche Umstellungen in der freien Wirtschaft, durch Outsourcing oder durch die so genannten Ich-AGs deutlich gestiegen. Im Homeoffice zu arbeiten, ist heutzutage nicht nur ein Trend, sondern eine eigene Berufsrichtung. Wer seinen Lebensunterhalt damit verdient, das Homeoffice professionell zu betreiben, sollte dabei einige grundsätzliche Dinge beachten, um wirklich erfolgreich zu sein.

Homeoffice für Nicht-Daytrader

In seinem Homeoffice arbeitet in den meisten Fällen der Selbständige. Er nimmt Aufträge an und erledigt sie gegen das vereinbarte Entgelt. Eine derartige Selbständigkeit gilt als ein Gewerbe, das bei der örtlichen Gemeinde als solches anzumelden ist. Gegen eine einmalige Gebühr im zweistelligen Eurobereich wird die Erlaubnis erteilt, das Homeoffice als Gewerbe zu betreiben. In der Praxis wird oftmals eine erklärende Ergänzung erwartet, um welche Tätigkeit es sich dabei handelt; beispielsweise Schreibbüro, Verwaltungsarbeiten, Kommunikation oder Übersetzungen. Über die Anmeldung des Homeoffices als Gewerbe informiert die Gemeinde von Amtswegen unter anderem das zuständige Betriebsfinanzamt, sowie die Industrie- und Handelskammer, kurz IHK.

Rechtliches

In der Folgezeit schickt das Finanzamt einen mehrseitigen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Innerhalb einer vierwöchigen Frist ist er ausgefüllt zurückzuschicken und die Grundlage dafür, dass das Homeoffice beim Finanzamt als steuerpflichtiges Gewerbe geführt wird. Steuerpflicht ist nicht gleich Steuerzahlung. Die Steuerpflicht entsteht mit dem Betrieb des Homeoffices als Gewerbe, während sich die Steuerzahlung nach der Höhe von Umsatz und Gewinn richtet. Wenn in diesen ersten Wochen auch noch ein Girokonto als Firmenkonto eröffnet wird, sind die formalen Voraussetzungen erfüllt, um das Homeoffice betreiben zu können. Der guten Ordnung halber sollte es noch bei der zuständigen Verwaltungsberufsgenossenschaft gemeldet werden, damit mögliche zukünftige Mitarbeiter/innen von Beginn an versichert sind.

Der Inhaber eines Homeoffices ist nur dann ein gleichwertiger Gesprächs- und Verhandlungspartner, wenn er eine dementsprechende Leistung erbringen kann. Abgesehen von der eigenen Leistungsfähigkeit muss das Homeoffice komplett und modern ausgestattet sein. Je nach Aufträgen und Tätigkeiten gehört zur Grundausstattung auf jeden Fall eine moderne Kommunikation mit Festnetz- und Mobiltelefon, Telefax und Internetanschluss. Der Bildschirmarbeitsplatz muss mit allen gängigen EDV-Programmen ausgestattet und kompatibel sein. Ganz wichtig sind aktueller Virenschutz sowie Datensicherung, und zwar sowohl im eigenen als auch im Interesse der Auftraggeber. Das Arbeiten im Homeoffice bedeutet in den meisten Fällen eine Kommunikation per Fon, Fax und Email.

Erreichbarkeit

Um einen professionellen Eindruck zu vermitteln, muss das Homeoffice jederzeit erreichbar sein. Entweder durch die eigene Präsenz, oder über den Anrufbeantworter. Er sollte verständlich besprochen werden, je nach Bedarf in zwei oder mehreren Sprachen. Wenn feste Bürozeiten angegeben sind und das Homeoffice aus aktuellem Grunde nicht besetzt ist, sollte die Erreichbarkeit über eine Rufumleitung sichergestellt werden. Der Kunde muss zu den angebotenen Bürozeiten sein Gegenüber erreichen können; ansonsten sollte der Anrufbeantworter kurzfristig anderslautend besprochen werden.
Wer nur mit eigenem Geld tradet, kann auf diese Erreichbarkeit unter Umständen verzichten. Aber auch dann können Anrufe von Anwälten, dem Steuerberater oder Behörden kommen.

Trennung von beruflichem und privatem

Das Traden im Homeoffice kann nur dann kontinuierlich und erfolgreich sein, wenn Beruf und Privates getrennt sind. Das Homeoffice muss ein getrennter, eigener Raum sein, der dementsprechend ausgestattet und eingerichtet ist. Die Notwendigkeit eines solchen Raumes, sollte unbedingt schon bei der Wohnungssuche berücksichtigt werden. Der Vorteil gegenüber einem externen Arbeitsplatz liegt weniger in der Flexibilität im täglichen Alltag, als in der Zeit- und Kostenersparnis für An- und Abfahrt. Anstelle dessen, die Zeit in Staus im Berufsverkehr oder mit Wartezeiten im öffentlichen Nahverkehr zu verbringen, ist das Homeoffice mit wenigen Schritten erreicht. Und das zu jeder Tages- oder Nachtzeit, je nach Arbeitsanfall. Das Geschick für ein erfolgreiches Arbeiten im Homeoffice liegt darin, im heimischen Umfeld sowohl körperlich als auch mental eine klare Trennung zwischen Wohnzimmer und Arbeitszimmer zu machen. Das eine darf nicht zugunsten des anderen vernachlässigt werden. Die räumliche Nähe von Homeoffice zu Privaträumen hilft dabei, Zeitressourcen zu generieren, die ihrerseits dann entweder beruflich oder privat genutzt werden können.

Daytrader Homeoffice mit drei Monitoren.
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